Die Visitenkarte ist die kleinste Drucksache – und die, bei der Fehler am meisten auffallen. Sie landet in der Hand, wird gedreht, angeschaut und aufbewahrt. Auf 85 × 55 Millimetern verzeiht dir niemand einen abgeschnittenen Buchstaben. Hier steht, worauf du achten musst.
In Deutschland ist 85 × 55 mm das Standardformat. Das ist kein Zufall, sondern praktisch: Die Karte passt in jede Geldbörse und in jedes Visitenkartenetui.
Mit Beschnitt legst du sie also in 87 × 57 mm an (1 mm ringsum). Der Sicherheitsabstand beträgt 3 mm – und den solltest du bei diesem kleinen Format wirklich ernst nehmen. Bei einer Karte, die nur 55 mm hoch ist, fällt ein angeschnittener Rand sofort ins Auge.
Sonderformate wie quadratische Karten oder Klappkarten haben eigene Maße – die stehen im Datenblatt des jeweiligen Produkts.
Du gestaltest eine Karte mit tiefschwarzem oder dunkelblauem Hintergrund, randabfallend. Sieht edel aus – bis sie geschnitten ist.
Denn Papier ist innen weiß. An der Schnittkante siehst du diesen weißen Kern als hauchdünne helle Linie. Bei hellen Karten fällt das nicht auf, bei dunklen sofort. Das ist kein Druckfehler, sondern liegt in der Natur des Papiers – man kann es nur einplanen.
Was du tun kannst:
Zweiter Punkt bei dunklen Karten: Matt kaschierte dunkle Flächen zeigen Gebrauchsspuren. Fingerabdrücke und feine Kratzer sind auf tiefem Schwarz sichtbarer als auf Hellgrau. Wenn die Karte dunkel sein soll, ist eine Veredelung wie Soft-Touch oder Glanzfolie robuster.
Auf so wenig Fläche ist die Versuchung groß, die Schrift zu verkleinern, bis alles passt. Halte dich zurück:
Wenn nicht alles draufpasst, ist das ein Hinweis: Nutz die Rückseite. Die ist bei beidseitigem Druck ohnehin dabei und meistens verschenkt.
QR-Codes auf Visitenkarten funktionieren gut – wenn drei Dinge stimmen:
Und: Vor dem Bestellen mit zwei verschiedenen Handys testen. Am besten mit einem Ausdruck in Originalgröße, nicht am Bildschirm.
Eine leere Rückseite ist verschenkte Fläche. Was dort gut funktioniert:
Zur Papierwahl bei Visitenkarten – da lohnt sich jedes Gramm – findest du mehr unter Welches Papier für welche Drucksache. Die Formatgrundlagen stehen in Beschnitt & Sicherheitsabstand, und für Vektorlayouts eignet sich Illustrator.
Hier hinterlegst du eine vom Standard abweichende Absenderadresse – z.B. wenn im Namen einer anderen Filiale, Abteilung oder Person verschickt wird.
Sie wird so auf das Produkt gedruckt (z.B. Umschlag-Rückseite oder Anschriftenfeld). Prüfe Schreibweise und Vollständigkeit genau, da die Angabe unverändert übernommen wird.
Wir werden diese so schnell wie möglich beantworten.
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