Unscharfmaskierung

Die Unscharfmaskierung (englisch Unsharp Masking, USM) ist die klassische Methode, ein Bild digital nachzuschärfen. Der etwas verwirrende Name kommt aus der analogen Reprotechnik: Man legte eine leicht unscharfe Kopie als Maske über das Original, um Kanten hervorzuheben. Digital funktioniert das Prinzip ähnlich – der Algorithmus sucht Kanten (Helligkeitsübergänge) und verstärkt dort den Kontrast, sodass das Bild schärfer und knackiger wirkt.

Nachschärfen ist im Druck fast immer sinnvoll, weil Bilder durch Scannen, Skalieren und die Tonwertzunahme etwas an Schärfe verlieren. Wichtig ist Maß: Zu starke Unscharfmaskierung erzeugt hässliche helle Ränder (Halos), Bildrauschen und einen überschärften, künstlichen Look. Am besten schärfst du erst am Ende, im finalen Ausgabeformat und in der endgültigen Größe.

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