Ratgeber PDF Export

Du hast dein Layout fertig, alles sitzt – und jetzt? Jetzt musst du daraus eine Datei machen, die der Drucker auch versteht. Genau hier passieren die meisten Fehler: falsches Format, verrutschte Schriften, plötzlich andere Farben. Die gute Nachricht: Mit einer einzigen richtigen Export-Einstellung ist das Thema für immer erledigt.

Warum überhaupt ein PDF?

Ein PDF ist ein „geschlossenes“ Format – heißt: Alles ist fest drin eingepackt. Layout, Bilder und Schriften sitzen in der Datei und können nicht mehr verrutschen. Deshalb sieht ein PDF auf jedem Rechner und in jedem Druck gleich aus. Andere Formate wie JPG oder TIFF gehen zwar auch, aber die können nur ein einzelnes flaches Bild. Beim PDF bist du auf der sicheren Seite – nimm im Zweifel immer das.

Der flyer.de-Standard: PDF/X-3

Speichere dein PDF nicht einfach „irgendwie“, sondern nach dem Standard PDF/X-3. Das ist eine Art Regelwerk speziell für den Druck. Es sorgt dafür, dass dein Farbmodus CMYK und das Farbprofil ISO Coated v2 erhalten bleiben – und es bettet deine Schriften automatisch ein.

Das Praktische: Du musst das nicht selbst zusammenklicken. Jedes Layoutprogramm (InDesign, Illustrator, Affinity & Co.) hat beim Export eine fertige Vorgabe namens „PDF/X-3″. Einmal auswählen, fertig.

Schriften müssen mit – immer

Wenn deine Schrift nicht in der Datei steckt, hat der Drucker sie nicht. Dann ersetzt sein System sie durch eine andere – und plötzlich sieht dein Text ganz anders aus. Es gibt zwei Wege, das zu verhindern:

  • Einbetten – die Schrift wird in die PDF-Datei hineinkopiert. Bei PDF/X-3 passiert das automatisch. Du musst nichts tun.
  • In Pfade (oder „Kurven“) umwandeln – die Buchstaben werden in Formen verwandelt, quasi „eingefroren“. Dann ist es keine Schrift mehr, sondern eine Zeichnung, die sich nicht mehr verändern kann.

Und noch was: Setz deine Schrift nicht zu klein. Unter etwa 6 pt wird’s beim Druck matschig und unleserlich.

Auflösung nicht vergessen

Deine Bilder im PDF sollten 300 dpi haben (dpi = wie viele Bildpunkte pro Zoll – je mehr, desto schärfer). Bei 300 dpi ist alles knackscharf. Weniger, und es wird beim Druck pixelig.

Druck- und Schnittmarken? Brauchst du bei uns nicht

Vielleicht hast du irgendwo „Schnittmarken“ oder „Druckmarken“ gesehen – kleine Linien am Rand, die zeigen, wo geschnitten wird. Bei flyer.de brauchst du die nicht. Der Beschnitt läuft bei uns über das Datenformat (siehe Beschnitt & Sicherheitsabstand). Setz Marken nur, wenn dein Datenblatt sie ausdrücklich verlangt.

Finger weg von Word und PowerPoint

Ein PDF aus Word oder PowerPoint sieht auf den ersten Blick okay aus – ist für echten Druck aber oft ein Problem. Die Farben sind meistens RGB (Bildschirmfarben, nicht Druckfarben), und die Schriften kommen nicht immer sauber mit. Für richtige Druckdaten also lieber ein Layoutprogramm nutzen. Kein Grafiker im Haus? Dann übernimmt das unser Layoutservice für dich.

Die 3 häufigsten Fehler

  • PDF „irgendwie“ gespeichert statt PDF/X-3 – Farben und Profil gehen verloren. Lösung: beim Export die Vorgabe „PDF/X-3″ wählen.
  • Schriften fehlen – der Drucker ersetzt sie, der Text sieht anders aus. Lösung: einbetten (passiert bei PDF/X-3 automatisch) oder in Pfade umwandeln.
  • PDF aus Word/PowerPoint – RGB-Farben und wacklige Schriften. Lösung: aus einem Layoutprogramm exportieren oder den Layoutservice nutzen.

Wie geht’s weiter?

Je nachdem, womit du gestaltest: InDesign, Illustrator, Photoshop oder Canva. Und die Farbgrundlagen findest du unter CMYK oder RGB.

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