Der Offsetdruck ist das wichtigste und am weitesten verbreitete Druckverfahren für höhere Auflagen – vom Flyer über die Broschüre bis zum Magazin. Er beruht auf dem Flachdruck-Prinzip: Druckende und nichtdruckende Stellen liegen auf einer Ebene und werden chemisch getrennt, weil sich Fett (Druckfarbe) und Wasser (Feuchtmittel) abstoßen.
Das Besondere am Offset ist die indirekte Übertragung: Die Farbe geht von der Druckplatte zuerst auf ein Gummituch und erst von dort aufs Papier. Dieses „Absetzen“ (englisch to offset) gab dem Verfahren den Namen und schont die Platte, während sich das elastische Gummituch gut an die Papieroberfläche anpasst. Erfunden wurde der Offsetdruck um 1904 – in den USA durch Ira Washington Rubel und etwa zeitgleich in Deutschland durch Caspar Hermann. Das zugrunde liegende Flachdruck-Prinzip geht dagegen auf die ältere Lithografie von Alois Senefelder zurück.
Der große Vorteil des Offsetdrucks ist die hohe, konstante Qualität bei großen Auflagen zu niedrigen Stückkosten. Weil aber Druckplatten und Einrichten nötig sind, lohnt er sich erst ab einer gewissen Menge – für Kleinstauflagen ist der Digitaldruck meist wirtschaftlicher.
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