Ritzen bezeichnet das leichte, nur oberflächliche Einschneiden eines dicken Bedruckstoffs – etwa Karton oder Pappe – entlang einer Biegelinie. Anders als beim Rillen (nur gedrückt) wird dabei die oberste Materialschicht angeritzt, aber nicht durchtrennt. So lässt sich auch festes Material an genau dieser Stelle sauber knicken, ohne dass es unkontrolliert bricht oder Wülste bildet.
Ritzen kommt vor allem bei sehr steifen Materialien und bei Verpackungen zum Einsatz, wo eine reine Rille nicht genug „Gelenk“ schafft. Wichtig ist die richtige Ritztiefe: zu tief geritzt, wird die Kante instabil und kann einreißen; zu flach, bricht das Material trotzdem. Verwandt sind Rillen (gedrückt) und Nuten (gefräst) – alle drei sorgen für einen kontrollierten Falz.
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