Zeilenabstand

Der Zeilenabstand (in der Typografie auch Durchschuss genannt) ist der senkrechte Abstand zwischen zwei Textzeilen – klassisch gemessen von Grundlinie zu Grundlinie. Er ist einer der wichtigsten Hebel für gute Lesbarkeit: Ist der Abstand zu eng, „kleben“ die Zeilen aneinander (Unterlängen der oberen berühren fast die Oberlängen der unteren), das Auge verrutscht beim Zeilenwechsel. Ist er zu weit, zerfällt der Textblock und der Zusammenhang geht verloren.

Als Faustregel liegt ein angenehmer Zeilenabstand etwa 20–30 % über dem Schriftgrad – bei 10 pt Schrift also grob 12–13 pt Zeilenabstand (oft als „10/12″ oder „10/13″ notiert). Längere Zeilen und serifenlose Schriften vertragen tendenziell etwas mehr Abstand. Für ruhigen, gut lesbaren Fließtext lohnt es sich, hier bewusst zu justieren.

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