Beim Nass-auf-Trocken-Druck wird jede Druckfarbe erst dann aufgetragen, wenn die vorherige bereits getrocknet ist. Der Bogen durchläuft die Farben also nacheinander mit Trocknungspausen dazwischen. Typisch ist das für Einfarben-Druckmaschinen, bei denen der Bogen für jede weitere Farbe erneut durch die Maschine läuft.
Der Vorteil: Weil jede Farbe auf eine trockene Schicht trifft, gibt es kaum Wechselwirkungen zwischen den Farben, und der Farbauftrag bleibt sehr kontrolliert. Der Nachteil ist der höhere Zeitaufwand durch die Trocknung. Das Gegenstück ist der Nass-in-Nass-Druck, bei dem die Farben in einem Durchgang übereinandergedruckt werden, bevor die vorige trocken ist – schneller, aber anspruchsvoller in der Abstimmung. Moderne Mehrfarbenmaschinen arbeiten meist nass-in-nass.
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